Es blüht dir was zum Weltbienentag

Ein Aufruf für (wild)bienenfreundliche Gärten und Landschaften

Am 20. Mai ist Weltbienentag. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat den Tag ausgerufen, um auf die Bedrohung von Bienenpopulationen auf der gesamten Welt aufmerksam zu machen.

Bienen sind für unsere Welt unverzichtbar. Sie sind, genau wie andere Insekten, wichtige Nahrungsquelle für Vögel und kleine Säugetiere und spielen eine bedeutende Rolle bei der Bestäubung von Pflanzen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt. Rund 75 Prozent der globalen Nahrungsmittelpflanzen sind von der Bestäubung durch Bienen und andere Insekten abhängig!

Leider finden viele Insekten, insbesondere Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge immer weniger Nahrung in unseren Gärten und Landschaften. Riesige Ackerflächen mit Monokultur, versiegelte Steinvorgärten und mit exotischen, zwar schönen aber insektenunfreundlichen Stauden bepflanzte Park- und Gartenbeete bieten den Bienen kaum bis gar keine Chance an Nektar und Pollen zu kommen.

Abhilfe im Kleinen schafft man mit einer Wildblumenwiese

Auf einer Wildblumenwiese ist immer etwas los. Es brummt und summt von Sonnenauf- bis untergang. Da bummelt eine Hummel, hier sammelt eine emsige Biene Nektar und dort flattert ein Schmetterling von Blüte zu Blüte. Und die wechselnde Blumenpracht beschert uns nicht nur eine erlebenswerte Insektenvielfalt, sondern auch einen schönen Blickfang im heimischen Garten. Und das ohne viel Arbeit.

Ob man nun einen Bereich im Beet oder im Balkonkasten mit einer bienenfreundlichen Blumenmischung einsät oder gleich einen ganzen Teil seiner Rasenfläche in ein blühendes Insektenparadies verwandelt – wichtig ist, dass man auf heimische Pflanzen, bzw. Saatgut heimischer Wildblumen und -kräuter zurückgreift. Einige als bienenfreundlich deklarierten Saatgut-Tüten im Handel enthalten nur einjährige, bis maximal zweijährige Blumensorten, häufig vermischt mit exotischen Sorten, die zwar den Honigbienen, aber vielen anderen heimischen Insekten kaum Nahrung bieten.

Und so geht’s:

  1. Boden vorbereiten: Wildblumen mögen magere Böden. Komposterde eignet sich wegen des hohen Nährstoffgehalts nicht so gut. Also Grasnabe abheben und bei nährstoffhaltigen Böden im Garten die Erde darunter (oder die Erde im Beet/Blumenkasten) mit Sand abmagern. Nicht düngen! Wurzeln ungewünschter Bodendecker, wie Ackerwinde, Distel oder Ampfer vor der Aussaat entfernen.
  2. Saatgut einbringen: Circa 5-10 Gramm Saatgut/m², ggf. mit etwas Sand vermischt auf der Fläche verteilen und etwas einrechen. Mindestens 4-6 Wochen die Erde gut feucht halten.
  3. Pflege: bei großen Wiesenflächen, die mehrjährig geplant sind, ein bis maximal zwei Mal im Jahr mähen, ab Juli bis Ende August/September, am besten mit der Sense. Dabei am besten in mehreren Etappen mähen, damit die Insekten eine Chance haben sich rechtzeitig umzusiedeln. Übrigens: anders als bei anspruchsvollen Rasenflächen braucht eine einmal gewachsene Wildblumenwiese auch in heißen Sommern wenig bis keine Bewässerung.


Was den Bienen sonst noch hilft?

Zum Beispiel trostlose Schottergärten in blühende Oasen zurück verwandeln!

Die Heiligenhauser Grünen-Fraktion hat daher einen Antrag in den diesjährigen Haushalt eingebracht, der sich explizit mit dem Thema Schottergärten befasst. Er wird Schottergartenbesitzern hoffentlich endlich die Anreize bieten, sich von ihrer Steinwüste im Vorgarten zu verabschieden und stattdessen für eine bienenfreundlichere Gartengestaltung zu sorgen.

Was den Bienen sonst noch hilft? Zum Beispiel trostlose Schottergärten in blühende Oasen zurückverwandeln. Die Heiligenhauser Grünen-Fraktion hat daher einen Antrag in den diesjährigen Haushalt eingebracht, der sich explizit mit dem Thema Schottergärten befasst. Er wird Schottergartenbesitzern hoffentlich endlich die Anreize bieten, sich von ihrer Steinwüste im Vorgarten zu verabschieden und stattdessen für eine bienenfreundlichere Gartengestaltung zu sorgen. Zum Antrag (ggf. verlinken)

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